Meine Geschichte
600 Quadratmeter Rohbau. Mitten im Studium.
Die meisten scheitern nicht daran, dass sie zu wenig können. Sie verlieren sich am Anfang in Ideen, statt sie zu prüfen. Ich weiß das ziemlich genau — weil ich selbst an genau diesem Punkt saß.
Der Plan war größer als die Erfahrung.
„Ach komm, 600 Quadratmeter Rohbaufläche und ein eigener Day Spa klingen doch völlig realistisch.“ Das dachte ich mitten im Studium. Ich plante Wellnesskonzepte, Anti-Aging-Bereiche und hochwertige Sortimente, als hätte ich heimlich eine Hotelkette hinter mir sitzen. Hatte ich aber nicht.
Was ich stattdessen hatte.
Null Kunden, hohe laufende Kosten, zu teure Mitarbeiter — und zwischenzeitlich eine engere Bindung zum Hauptzollamt als zu manchen Familienmitgliedern. Romantisch war Unternehmertum damals nicht. Es war Verantwortung. Und ich habe gelernt, dass Motivation allein ungefähr so stabil ist wie ein Gartenstuhl aus Plastik im Hochsommer.
„Ich sage dir auch, wenn die Zahlen nicht aufgehen. Lieber jetzt als nach dem Start.“
Umbauen statt aufgeben.
Ich habe umstrukturiert, angepasst und neu aufgebaut, bis aus dem viel zu groß gedachten Spa ein tragfähiges Unternehmenskonzept wurde — mit Heilpraktik, Personal Training und weiteren Gesundheitsbereichen. Parallel habe ich mein betriebswirtschaftliches Studium abgeschlossen und wurde Mutter.
Stark in personenbezogenen Branchen.
Beauty, Wellness, Gesundheit, Pflege — diese Branchen haben eigene wirtschaftliche Regeln. Ich kenne sie aus operativer Verantwortung: Auslastung, Preise, Personal, Prozesse.